Rasen richtig pflegen

RasenmäherUm einen optimalen Rasen vorzeigen zu können, ist einiges an Pflegemaßnahmen nötig, denn auch ein schönes Grün kommt nicht von alleine. Nicht nur Berufs-, sondern auch Hobbygärtner haben bestimmte Tricks und Tipps, um einen Rasen von Anfang an schön zu halten.

Ein Stückchen Rasen sollte es in jedem Garten geben, der kann nicht nur als Spielwiese dienen, sondern auch als Liegeplatz zum Sonnen. Wer sich einen Rasen anschaffen möchte, hat gleich zwei Möglichkeiten, denn zum einen kann er ausgesät werden oder es wird sich für Rollrasen entschieden.

Bei beiden Methoden muss aber der Untergrund vorbereitet werden, das heißt, der Boden muss planiert und aufgelockert und er muss frei von Steinen und Unkraut sein. Für guten Rasensamen können locker schon einmal 30 bis 40 Euro fällig werden, dass lohnt sich auf jeden Fall, denn mit Billigsaat wird kaum ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt.

Eine gute Rasensaat kann bis zu 8 Wochen brauchen, bis sie aufläuft und dazwischen ist Wässern angesagt. Trockenheit schadet der Saat und nicht erwünschtes Unkraut hat mehr Chancen zu gedeihen.

Das richtige Mähen

Beim Mähen können Fehler passieren, die nicht gerade für einen schönen Rasen sorgen. Hierbei kommt es auf die Häufigkeit des Mähens an, aber auch auf die Länge der Grashalme. Zu kurz sollte ein Rasen nie sein und in schattigen Lagen darf er auch ruhig etwas höher gelassen werden.

Dünger sollte nie vergessen werden und hierbei ist nicht nur auf das richtige Verhältnis zu achten, sondern auch auf die Jahreszeit. Hierbei sollte einmal im Frühjahr und dann noch einmal im Juli oder August zum Dünger gegriffen werden. Vorzugsweise sollte es ein Dünger sein, der mit einem Unkrautvernichter kombinierbar ist oder ihn schon als Zusatz enthält.

Beim Mähen sollte der Rasen nie unter 4 Zentimeter gekürzt und gemäht werden sollte, wenn die Halme zwischen sieben und zehn Zentimeter lang sind. Wird die Länge um einiges überschritten, kann es schnell zu braunen, unansehnlichen Stellen kommen. Ein zu kurzes Mähen bewirkt, das Wurzeln beschädigt werden und bei praller Sonneneinstrahlung wird das Grün regelrecht verbrannt.

Den Rasen vertikutieren

Viele Rasenflächen vermoosen gern oder Mährückstände sorgen dafür, dass der Rasen nicht mehr richtig atmen kann. Das kann dazu kommen, dass einzelne Stellen oder sogar der gesamte Rasen eingehen. Damit es nicht dazu kommt, sollte jeder Rasen einmal im Jahr vertikutiert werden.

Wer eine größere Rasenfläche hat, kann sich einen Benzin- oder Elektro- Vertikutierer zulegen. Dabei hat der Benzin- Vertikutierer den Vorteil, dass der Nutzer nicht auf ein Stromkabel achten muss, aber beide Geräte sind von großem Nutzen, auch wenn sie nicht oft gebraucht werden.

Das Gerät sollte von April bis zum September genutzt werden, wobei es wichtig ist, das nicht gleich danach mit einem Dünger gearbeitet wird. Der Rasen muss sich zuerst erst einmal richtig generieren, darum sollte eine Düngung auch im Frühjahr erfolgen.

Vertikutiert werden sollte immer nur dann, wenn der Rasen richtig trocken ist und auch sollte diese Arbeit nicht zu lang dauern. Es ist wichtig, das Gerät nicht minutenlang an einer Stelle stehen zu lassen, denn die Messer würden die Grasnarbe sonst zu tief einritzen.

Das Bewässern

Im Allgemeinen braucht ein Rasen genügend Nass, vor allem dann, wenn eine große Trockenphase droht. Der Rasen sollten dann mindestens dreimal in der Woche für rund 30 Minuten ordentlich gewässert werden. Geschehen sollte das vorzugsweise am Morgen, dann ist der Boden noch ausgekühlt und das Wasser würde nicht sinnlos verdunsten.

Dauerhaft nass sollte ein Rasen aber auch nicht gehalten werden, denn dann drohen Algen- und Moosbefall. In der Regel greifen dann viele Personen zu Eisensulfat, was mehr Schaden anrichten kann, als das es hilft. Wird reines Eisensulfat verwendet, sollten Handschuhe ein absolutes Muss sein und mit Steinplatten oder der Kleidung sollte es nicht in Berührung kommen. Für Haustiere und kleine Kinder ist es auch nicht von Vorteil und zu viel auf dem Rasen, kann dem Rasen mehr schaden als nützen.

Genauso gut helfen tut ein Moosvernichter und der braucht nur circa eine Woche bis das ganze Moos abgestorben ist, dann kann es mit einer Harke oder einem Rechen einfach entfernt werden. Ist saurer Boden der Grund für einen vermehrten Moosbefall, kann Kalken eine gute Methode sein, diesem vorzubeugen. Bevor ans Werk gegangen wird, sollte allerdings eine Analyse gemacht werden, wobei ein Test- Set in jedem gut sortiertem Garten- Center zu haben ist.

Die gute Alternative- Rollrasen

Vielen ist es zu umständlich wochenlang auf einen frisch ausgesäten Rasen zu warten, sie wollen ihren gleich und ohne Umschweife. Das gelingt gut, indem Rollrasen verwendet wird, bearbeitet werden muss der Untergrund zwar auch vorher, aber schon einen Tag später lacht einem das satte Grün entgegen.

Rollrasen wird auf einem idealen Untergrund gezüchtet und im besten Fall nur wenige Stunden vor der Auslieferung geerntet. Das geschieht mit speziellen Maschinen, die den Rasen praktisch abschälen. Danach wird der Rasen gerollt und kommt dann so in den Handel.

Rollrasen gibt es in der Regel auf Bestellung, da er so frisch wie möglich sein sollte. Allerdings hat diese Variante von Rasen einen entscheidenden Nachteil, denn er ist ziemlich teuer. Es kann zudem auch sein, das er Gifte enthält, die dafür sorgen sollen, dass sich während dem Transport oder bei Lagerung kein Unkraut bilden soll.

Verlegt werden sollte Rollrasen am besten zwischen den Monaten März und Mai oder im Herbst.

Rollrasen verlegen

Rollrasen kann eigentlich jeder verlegen und einen großen Arbeitsaufwand gibt es auch nicht. Allerdings sollte er versetzt verlegt werden, somit entstehen keine durchgängigen Nähte. Somit ist garantiert, dass der Rasen gleichmäßig anwächst und Lücken nicht dazu führen, dass der Rasen austrocknet.

Das Wichtigste bei Rollrasen ist allerdings, das er gut gewässert sein sollte und das während der ersten zwei Wochen. Nur so kann der eigentliche Rasen schnell mit dem Untergrund verwachsen und besonders beachtet werden sollten dabei die Ränder, die trocknen ziemlich schnell aus. Betreten werden darf der „ Kunstrasen“ sofort, er sollte allerdings nicht gleich zu Anfang auch stark belastet werden. Erst nach rund 4 Wochen können Kinder auf ihm spielen oder er kann als Liegewiese genutzt werden.